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Detail der Sonntagskleidung der Bauerntochter Elisabeth Weiss, getragen in Kéty/Giek (Schwäbische Türkei, Ungarn) 1942. Copyright: Donauschwäbisches Zentralmuseum (DZM). Foto: Oleg Kuchar

Museum Europäischer Kulturen Berlin: »Schwerer Stoff – Frauen – Trachten – Lebensgeschichten«, 24. April 2026 bis 29. März 2027

Von KWS, Kunst und Kultur, Museen, 24.579 Views

#Museum #Europäischer #Kulturen #Berlin: »Schwerer Stoff – Frauen – Trachten – Lebensgeschichten«, 24. April 2026 bis 29. März 2027

Berlin, 6. Februar 2026

Eine Sonderausstellung des #Donauschwäbischen #Zentralmuseums #Ulm im Museum Europäischer Kulturen der Staatlichen Museen zu Berlin. Das Museum Europäischer Kulturen präsentiert die wertvollsten Objekte aus der Textilsammlung des #Donauschwäbischen Zentralmuseums: #Frauenkleidung und #Mädchenkleidung von 1880 bis 1990.

Poppige Farben auf goldenem Grund neben tiefschwarzer #Brautkleidung: Donauschwäbische #Trachten geben überraschende Einblicke in die einstigen Lebenswelten von Frauen und Mädchen. Diese Welt war eng, weil von dörflichen und kirchlichen Regeln bestimmt, aber auch weit, weil sie die Vielfalt einer multikulturellen Gesellschaft bot.

Die Ulmer Kuratorin der Ausstellung Henrike Hampe erklärt: »Die Kleidungsensembles bestehen aus bis zu 15 Teilen. Von ihnen trennten sich ihre Besitzerinnen trotz bewegter Lebensläufe nicht. So verdeutlichen sie die enge Beziehung zwischen Menschen und ihren Kleidern – vom #Arbeitsgewand bis zur Brautausstattung, von der Mädchentracht bis zum Totenkleid. Jede der ausgestellten Trachten erzählt etwas über individuelle, weibliche Lebensgeschichten und gibt gleichzeitig Auskunft über die Geschichte der Donauschwäbinnen in Wandel der Zeit.«

Die Ausstellung schlägt Brücken zwischen #Tradition und #Moderne, #Ideologie und #Realität, einstigem und heutigem textilen #Upcycling. Sie vermittelt Einblicke in das Leben von Donauschwaben, den Nachkommen deutschsprachiger #Auswanderer, die sich vom späten 17. bis zum 19. Jahrhundert im Königreich Ungarn niederließen. Dort lebten sie als eine ethnische Gruppe unter vielen.

20 Kleiderensembles, zahlreiche #Fotografien, #Zeichnungen von Erna Piffl und weitere Objekte machen deutlich: Persönliche Erinnerungen sind in Textilien eingewebt, Lebensgeschichten untrennbar mit ihnen verbunden. Sie laden die Besucher dazu ein, in europäische Geschichte(n) über #Ankommen, #Existenz, #Abgrenzung und #Integration, #Verwurzelung und #Entwurzelung einzutauchen.

Die Ausstellung ist am Donauschwäbischen Zentralmuseums Ulm entwickelt worden. Nach der Station am Ethnografischen Museum Budapest wird sie nun mit Unterstützung der »Koordinierung Ostmitteleuropa und Südosteuropa« am Museum Europäischer Kulturen Berlin gezeigt.

Zahlreiche Vermittlungsangebot und Großveranstaltungen ergänzen die Ausstellung. Unter dem Motto »Auf nach Süden« findet am Sonntag, 21. Juni 2026, von 14 bis 22 Uhr ein Thementag über Donauschwaben mit Workshops und Führungen statt. Abgerundet wird der Tag im Museumsgarten von Livemusik aus Süsosteuropa im Rahmen der »Fête de la Musique«. 

Am Sonntag. 8. November 2026 findet zum 20. Mal der Textiltag in Kooperation mit dem Fachverband »… textil« und dem Verein der Freunde des #MEK statt. Zwischen 9 und 17 Uhr können die Besucher vielfältige Techniken und Materialien probieren und sich in der Ausstellung Schwerer Stoff inspirieren lassen – zum Beispiel bei öffentlichen Führungen um 13 Uhr 15 Uhr.

Zur Ausstellung ist ein zweisprachiger (deutsch/englisch) Katalog erschienen: »Schwerer Stoff. Frauen – Trachten – Lebensgeschichten«, herausgegeben vom Donauschwäbischen #Zentralmuseum Ulm mit Beiträgen von Henrike Hampe, 156 Seiten mit zahlreichen Farbabbildungen, ISBN 978 3 00 079622 7, 19,80 Euro.

24. April 2026 bis 29. März 2027, Museum Europäischer Kulturen, Arnimallee 25, 14195 Berlin #Dahlem, mittwochs bis freitags 10 bis 17 Uhr, samstags und sonntags 11 bis 18 Uhr

#NOW #KWS #ROSA #OWL #GT