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Verboten. Verdrängt. Unvergessen – Festival »Fremde Erde«, Wien Neubau, 12. bis 29. April 2026
#Wien, 22. April 2026
Mit eindrucksvollen Konzerten, literarischen Programmen und interdisziplinären Formaten geht das Festival »Fremde Erde« in seine 2. Hälfte und verdichtet seine künstlerische wie gesellschaftliche Aussage: Die Wiederentdeckung verfemter #Musik wird zur eindringlichen #Auseinandersetzung mit #Erinnerung, #Exil und künstlerischem #Überleben.
Das von »Viva la classica!« initiierte Festival widmet sich Komponisten, deren Werke während der nationalsozialistischen #Gewaltherrschaft verdrängt, verboten oder vergessen wurden. In Kooperation mit renommierten Institutionen bringt »Fremde Erde« diese Musik zurück auf die Bühne – als lebendiges kulturelles Gedächtnis und als künstlerisches Statement gegen das Vergessen.
Vielfältige künstlerische Perspektiven
Die 2. Festivalhälfte eröffnet ein breites Spektrum an Ausdrucksformen: Am 23. April 2026 steht ein literarisch musikalischer Abend mit Ruth Cerha im Mittelpunkt, der die Lebenswege verfemter Komponistinnen nachzeichnet und deren Werke in einen bewegenden biografischen Kontext stellt.
Am 24. April 2026 folgt ein Ausflug in die Welt des jüdischen Kabaretts der 1920er Jahre und 1930er Jahre – eine Kunstform zwischen scharfem #Witz, politischer Reflexion und existenzieller Bedrohung, deren Stimmen durch das NS Regime zum Verstummen gebracht wurden. Mit dem Konzert »Passacaille« (22. April 2026) rückt die #Kammermusik in den Fokus: Werke von Szymon Laks, Karol Rathaus und Mieczysław Weinberg spiegeln eindringlich die Erfahrungen von #Verfolgung, #Lagerhaft und #Exil wider.
Klang gewordene Erinnerung
Weitere Höhepunkte bilden Programme, die sich intensiv mit existenziellen Themen auseinandersetzen: Das Konzert »Leben, Traum und Tod« (28. April 2026) verbindet Musik mit visuellen Elementen und präsentiert teils selten gespielte oder erstmals in #Österreich aufgeführte Werke verfemter Komponisten. Den Abschluss des Festivals bildet ein groß angelegtes Konzert, das dem Komponisten Mieczysław Weinberg gewidmet ist. Sein Werk steht exemplarisch für die Erfahrungen von Flucht, Verlust und künstlerischer Resilienz im 20. Jahrhundert.
Ein Festival mit Haltung
»Fremde Erde« versteht sich nicht nur als Konzertreihe, sondern als kulturelles Erinnerungsprojekt. Die präsentierten Werke sind Zeugnisse einer Zeit, in der Kunst unterdrückt und Künstler verfolgt wurden – und zugleich Ausdruck von Widerstand, Identität und Hoffnunung. Mit seiner 2. Festivalhälfte setzt »Fremde Erde« ein starkes Zeichen für die Relevanz historischer Erinnerung in der Gegenwart und lädt dazu ein, Musik als Medium des Dialogs, der Reflexion und der gesellschaftlichen Verantwortung neu zu entdecken.
»Viva la classica!«
»Viva la classica!« entwickelt interdisziplinäre künstlerische Produktionen mit dem Schwerpunkt Musik. Verschiedene Ausdrucksformen wie szenische #Darstellung, #Literatur, #Tanz, #Video machen anspruchsvolle Musik aus verschiedenen Epochen mit allen Sinnen erlebbar und damit auch einem breiteren Publikum zugänglich. Menschlich und gesellschaftlich relevante Themen bilden den übergeordneten Rahmen.
»Viva la classica!« widmet sich der Wiederentdeckung in der NS Zeit verfolgter Komponisten. Mit Uraufführungen möchte der Verein noch unbekannte zeitgenössische Komponist:innen fördern, mit der Einbeziehung von Werken und Künstlern aus verschiedenen Ländern und Kulturen zu #Vielfalt und #Offenheit beitragen. Mehr …
