Von KWS, Kunst und Kultur, Verbände, 158 Views
Angriff auf die #Kostenfreiheit der #Schuldnerberatung
#Berlin, 28. September 2026
In Deutschland gibt es 5,67 Millionen überschuldete #Menschen. Bislang konnten sie kostenfrei soziale #Schuldnerberatung in Anspruch nehmen. Nach der jüngsten Einigung von #Bundesrat und #Bundestag im Vermittlungsausschuss ist die kostenfreie Schuldnerberatung bedroht.
Zum Hintergrund
Mit dem Schuldnerberatungsdienstegesetz sollten Vorgaben der EU Verbraucherkreditrichtlinie umgesetzt werden. Ziel ist es, den Zugang überschuldeter #Verbraucher zu #Schuldnerberatung zu gewährleisten. Das Schuldnerberatungsdienstegesetz sah zunächst die #Bundesländer in der Verantwortung, diesen Zugang sicherzustellen. Diese fürchteten #Mehrkosten und stoppten den Gesetzgebungsprozess. Der daraufhin eingesetzte Vermittlungsausschuss einigte sich auf die Streichung des Grundsatzes der Kostenfreiheit. Stattdessen können die Beratungsstellen laut Gesetz nun Entgelte erheben.
»Die Menschen, die finanziell mit dem Rücken zur Wand stehen, nun für Beratung zur Entschuldung bezahlen zu lassen, ist zynisch«, kritisiert Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des #Paritätischen #Wohlfahrtsverbands. »#Überschuldung ist eine komplexe Lebenslage, die häufig auch mit Schamgefühlen einhergeht. Hier braucht es Vertrauen statt zusätzlichem #Druck, zumal die Hürden durch teilweise weite Wege und lange Wartezeiten ohnehin schon hoch sind.«
Es gibt in Deutschland aktuell 1.400 gemeinnützige Schuldnerberatungsstellen. Viele sind jedoch überlastet, sodass für die #Ratsuchenden Wartezeiten von 3 bis 6 Monaten entstehen können, bis sie umfassend unterstützt werden. Mehr …
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